Hotelerlebnisse – Heute: Intercityhotel Essen

Eigentlich bin ich ja nicht so pingelig und muss es immer schnieke und fein und lecker haben.
Aber beim Intercityhotel in Essen hats mir einfach nicht gefallen.

Begrüßt wurde ich freundlich, mit dem Hinweis es sind Techniker im Haus und es gäbe zwischen 12 und 2 kein warmes Wasser (bin schon mittags angereist). War ja kein Thema, wollte eh gleich los zur Arbeit. Nur schnell Gepäck rauftragen.
In meinem Zimmer angekommen werde ich empfangen von Enge und obendrein einem fetten Industriestaubsauger. Auf dem Tisch liegt ein Messgerät und Block und Stift – offensichtlich hotelfremd.
Leider hab ich es eilig und vertraue einfach mal den Menschen. Stelle meinen Koffer in den Schrank also nicht ganz offensichtlich, will mir ja nix nachsagen lassen und tingel zur Rezeption.
Dort schnell Bescheid gesagt und ab zur Arbeit. Als ich wiederkomme ich alles ordentlich so wie es sein soll und meine Sachen noch so wie ich sie hinterlassen habe.

So, nun ist es mittlerweile abends und ich hätt gern Licht. Klick … klick … hm dunkel. Also wieder zur Theke “Ich hätte gerne Licht in meinem Zimmer”. Da klärt die Dame mich auf, dass ich nur das Kärtchen von der Tür in so eine Halterung neben der Tür stecken muss und schon würde der Strom geschalten … Oo. Das ist eine wertvolle Information, danke!

Wieder hinauf, zack, Licht. Prima. Als ich abends schlafen gehe ist der Lüfter im Bad immer noch an … ich kenn das so, dass der irgendwann ausgeht. Klaro, wenn man mal was zu erledigen hat ist so ein Lüfter nicht verkehrt, aber der soll ja nicht die ganze Zeit rödeln! Also wieder aufgestanden, Tür feste zu … immer noch Lärm. Gnnn!

Frühstück am nächsten Morgen, mjamlecker, gutes Hotel, gutes Frühstück – ja von wegen, denkste Puppe.
Wurst, die aussieht wie grad noch abgepackt, Kochschinken lieblos zusammen geknietscht, geräucherter Schinken und das wars. Keine Geflügelwurst – dafür stand ein Schild da, etwas abseits aber ohne Wurst. Die war wohl grad aus. Käse: 3 Sorten, alles Muhkuh, danke Laktose! Butter konnte ich mir gerade noch die letzten zwei Stück sichern, die war dann auch aus. 3 Sorten Fisch, aber völlig unappetitlich und ohne Infoschild versehen (sah eigentlich eh alles gleich grau und trist aus).
Obst: Apfel und Melone und irgendwas zusammengeschustertes, was wohl Obstsalat sein sollte.
Gurke und Tomate belanglos in einer Schüssel liegend und sonst kein weiteres Gemüse.

Noch was Gutes: Es gab kleine Mini-Croissants und reichlich Tee im Angebot.

Ansonsten war ich maßlos enttäuscht.

So und nun die Krönung: Laut Homepage gibt es Wlan – ohne weiteres Attribut. Der geneigte Leser denkt sich nun: Hey, prima. Da geh ich doch in dieses Hotel statt in jenes, auf deren Homepage steht dass sie 6 Euro pro Stunde fürs Wlan verlangen. Als ich dann an der Rezeption (am Abend vorher noch, ein Zeitsprung, Achtung!) frage sagt der Herr: Einfach den Internet Explorer öffnen und dann angeben, dass es aufs Zimmer gebucht werden soll. Hä? Costa cuanta??? Ja, 0,17 Cent pro Minute. – Nun frag ich mich, glauben die Leute nur weil sie eine kleine Cent-Menge nennen, dass ich so blöd bin und das nicht auf ne Stunde hochrechnen kann??? Er meinte dann noch, ich könnte ja eine Straße weiter ins Internetcafe, da ist es etwas günstiger und sie hätten dafür ja das Ticket für ÖPNV kostenlos. Er wollte mir aber nicht das Wlan erlassen wenn ich dafür aufs Ticket verzichte (ich such mir ja nicht ein Hotel um dann 30 Minuten bis zur Arbeit zu fahren, hallo?!)

Naja Ende vom Lied, ich bin einen Tag früher “abgereist” und in einem anderen Hotel wieder eingestiegen.

Ich meine ok … es war kein Schimmel zu sehen, keine Kakerlaken, niemand hat mich blöd angemault … aber für 87,- Euro die Nacht (und das ist schon ein Firmensonderpreis!!) kann man doch erwarten, dass alles irgendwie nett und heimelig ist, oder nicht?

Notiz an mich selbst: Versuche etwas rationaler und verständnisvoller zu sein.

Last but not least (Frauen sind nie fertig mit zetern!): Es gab keine Duschpröbchen! Auf der Homepage sind Duschpröbchen abgebildet und in meinem Bad waren keine! Ich hör jetzt auf, sonst fällt mir noch mehr ein!

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Eine Antwort auf Hotelerlebnisse – Heute: Intercityhotel Essen

  1. Servus,

    bei Hotels bin ich auch schon öfter auf die Nase geflogen. Berufs bedingt war ich früher oft in div. Hotels, allerdings immer in der gleichen Stadt, teilweise sogar in gegenüberliegenden Hotels…es ist wirklich krass, wie groß die Unterschiede sind, unabhängig vom Geld.

    Die übelste Absteige in der ich bisher war, war “Der grüne Baum” in der Nähe von Freiburg. Direkt an den Bahngleisen, nachts um 2 Uhr sind da immer die Güterzüge durch gebrettert. Morgens gab es kein Frühstück, weil die Küchenkraft verschlafen hat..vier Mal in einer Woche.

    George

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