Vielen Dank Conny für die erheiternde Geschichte
Hab mich köstlich amüsiert und gebe trotz Zwang gern meine Geschichte weiter.
An das Datum erinnere ich mich nicht, es war eine laue Nacht, sommerlich nehme ich an. Mein damaliger Freund und ich erhielten eine Einladung zum Essen bei lieben Freunden. Es gab Nudelauflauf. Laura brachte zum Essen eine Flasche schweren Rotwein, die wir zu zweit leerten – war recht lecker, daher gings erstaunlich flott.
Danach gab es Weißwein und zwischendrin fiel ihr ein, mir einen Schluck Likör anzubieten. Melonenlikör. Ich kann Melone von Haus aus schon nicht leiden, aber dieser Likör war ein echter Abschuss. Schmeckte wie Abwaschwasser und hinterließ einen pelzigen Eindruck auf der Zunge. Wirklich widerlich.
So einen Geschmack kann man eigentlich nur mit Alkohol bekämpfen – logisch – also *kipp und schluck*.
Irgendwann wurd mir langsam schwummrig und die Jungs steckten sich eine lässige Apfel-Shisha an, wo ich auch ein bisschen mit zuppelte. Aber das war wohl alles ein bisschen viel. Ich verabschiedete mich dann kurz ins Bad und unterhielt mich gepflegt mit der Keramik-Schüssel. Wir hatten uns anscheinend eine Menge zu erzählen und merkten nicht wie die Zeit verronn, denn irgendwann klopfte es von draußen und die Frage nach meiner Befindlichkeit wurde gedämpft durch das Türblatt gestellt. Ich war natürlich der Meinung man hätte mir nichts angemerkt. Ich öffnete also einen Spalt und meinte ich bräucht noch etwas Zeit. Mich grinste mein Freund recht süffisant an und auch Laura schaute mit ums Eck. Ich bat sie ziemlich weitsichtig um eine Zahnbürste und weiss noch heute, dass ich mich damals wunderte, warum sie mir selbige mitgab, immerhin war sie nur einmal benutzt und könnte ja quasi von ihr weiter verwendet werden. Die Vorstellung daran finde ich heutzutage recht widerlich, aber damals wollte ich nicht weiter rum diskutieren, sondern nur noch heim. Den Wunsch tat ich dann auch kund und wir gingen recht fix.
Laura übrigens vertrug das Gemisch anscheinend auch nicht sonderlich, ihr schlug das ordentlich aufs Gemüt und sie muss wohl weinen gegangen sein, als ich ins Bad verschwand. Grundlos und motivationslos wie sich heraus stellte, aber wen interessiert das schon im Suff.
Wir verabschiedeten uns recht fix und ich machte noch Bekanntschaft mit Lauras Vorgarten – was beide bis heute nicht wissen *flüster* – und dann traten wir den Heimweg an, der normalerweise ca. 10 Minuten zu Fuß dauert.
Was heute als beliebter Schwank erzählt wird – freilich nicht von mir: Es war schon so spät, dass es bald wieder als Morgen gelten konnte, wir waren im Prinzip allein auf der Straße. Nachdem ich allgemein nicht sonderlich viel trinke wusste ich nicht so recht wie ich das Schwindelgefühl bekämpfen sollte. Von links kam der Supertipp des Abends: Schau nicht auf den Boden und lauf immer geradeaus.
Da ergab sich nun eben genau das Problem. In ca. 100 Metern Entfernung stand ein Schild, welches ich frontal beknallt hätte, wäre ich eben “geradeaus” gelaufen. Also sprachs von rechts: “Da kommt ein Schild auf mich zu” und links brachs fast vor Lachen zusammen.
Daheim angekommen lag ich sehr bald im Bett – samts Klamotte versteht sich, mein Freund stellte mir vorsorglich ein Eimerchen nebens Kopfkissen und ich weinte hemmungslos, weil ichs nicht ertragen konnte, dass er mich so sieht. Irgendwann bin ich dann eingeschlafen. An den nächsten Tag habe ich keine Erinnerung, es war wohl ein Sonntag. Mein Freund meinte später ich hätte einen Mordskater gehabt, aber das sind eben nicht bestätigte Gerüchte.
Ja soviel dazu … wer mag schreibt seine Geschichte ebenfalls auf. Zwingen werd ich keinen
aber freuen würd ich mich.

Juli 5th, 2007 - 17:02
Auch eine schöne Katergeschichte.
Kennst Du die Witze mit: “Hier ist Dein Schild? ”
Da musste ich nun dran denken.
Juli 5th, 2007 - 19:27
Ungefähr so? ^^
Juli 5th, 2007 - 23:47
Hm, Respekt. Habe im Suff meine teure Brille verloren (200 Euro im Arsch) und bin knapp acht Stunden schlafend in der S-Bahn durch Berlin gefahren. Bin stark kurzsichtig, musste dann die Leute bitten, mich in die richtige Bahn zu setzen.
Seitdem trink ich nur noch selten & wenig.
Juli 9th, 2007 - 15:00
ich hab mit meinem ex ausbilder gesoffen und ne laterne umarmt. gab aus dem selben glas erst rotwein, zimt tequila und dann bacardi…wer da nicht kotzt
Juli 12th, 2007 - 14:32
Ho, ho, ho…
nun bleib doch mal bei den Fakten.
Die Person, die dich rechts stützte brach nicht nur wegen des Kommentares “Da kommt ein Schild genau auf mich zu” zusammen. Ein Schild, welches bei Schleichtempo noch 100m weit weg war. Sondern auch wegen der dabei großen Augen die gemacht wurden und der vor Trauer schon zuckenden Schnute, mit den Mundwinkeln die schon fast im Keller hingen. Blankes Entsetzen, welches fast zu Feuchtigkeit in deinen Augen führte standen in dein Gesicht geschrieben und die Stimme war sowas von zittrig, dass man denken könnte du hast einen Elektroschocker abbekommen.
Noch etwas süßer und du wärst zu Zucker geworden.
So war das. Lasst euch nichts anderes erzählen.
Juli 18th, 2007 - 21:04
[...] Peinlichste – unabhängig vom Fettnäpfchen – war definitiv meine Betrunken-Geschichte. Ich fasse sie nicht nochmal zusammen, ihr könnt den Beitrag dazu selbst [...]